Helene Beach Festival 2015

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Hey ihr Lieben,

long time no see! Ich möchte euch aber endlich vom Helene Beach Festival 2015 berichten, auf dem ich vom 23.7.-26.7. war. Es war mein erstes Festival und dementsprechend aufgeregt war ich auch. Ich bin zusammen mit meiner Freundin Esra und ihrem Freund inklusive seinem ganzen männlichen Freundeskreis dorthin gefahren.
3 Mädels und 15 Männer oder so 😀 Aber besser so, dann gibt es keine Zickerein.
Meiner Mutter hab ich erst ziemlich spät von den Festivalplänen erzählt, weil ich wusste sie wird sich Sorgen machen. Mit den Worten „Ach Mama übrigens, ich bin nächstes Wochenende auf so einem Festival, nichts großes..“ dachte ich, würde sie sich zufrieden geben. Naja, nachdem sie einmal „Helene Beach Festival“ bei Google eingeben hat und sich etwas auf der Website rumgetrieben hat, wusste sie mehr als ich 😀 Esra und ich hatten bis einen Tag vorher weder Zelt, noch Campingstuhl, noch sonst irgendwelche essentiellen Dinge, die man zum Campen braucht. Uns war bis wir dort ankamen nicht bewusst, wie wichtig dieser Campingstuhl ist, da man sich tagsüber fast nur darin aufhält. Aber nachdem ich meine Mutter beauftragt hatte, mir bitte ein Zelt mitzubringen und sie mittlerweile wusste worauf wir uns da eingelassen hatte, hat sie uns ein mega Survivalpaket mitgebracht: Zelt, Isomatten, Schlafsäcke, Stühle, Luftmatratzen, Kissen, jede Menge Essen und und und.. So viel, dass wir das alleine niemals hätten zum Zeltplatz tragen können. Zum Glück hatten wir ja männliche Begleitung. Also haben wir Esras Auto mit jede Menge Zeugs beladen und hatten vor, am nächsten Tag um 7 oder 8 zu starten. Ja.. um 9 kamen wir dann auch mal los 😀
Mit lauter Musik und wundervollem Gesang machten wir uns auf den Weg nach Frankfurt Oder. Wir hatten immer noch keine wirkliche Vorstellung davon, was uns dort erwarten würde. Aber wir hatten pro Person fast 90€ für die Tickets bezahlt, also blieb uns nichts anderes übrig als das gemeinsam durchzuziehen.

Die Fahrt verging schnell und schon standen wir in der Schlange. Wir wussten, dass Alkohol nur in Plastikflaschen erlaubt war, dachten aber wir hätten nach dem „Einchecken“ die Möglichkeit das Zeug umzufüllen. Ja, is nich! Mussten dass das schnell mit dem Kontrolltypen machen. Weiter gings zur Parkplatzsuche. Es war richtig schön warm und langsam freuten wir uns immer mehr.
Nachdem wir gemeinsam mit den Männern unseren Zeltplatz gefunden hatten, wurde uns von Esras Freund das Zelt aufgebaut und wir konnten uns einrichten. Da sind wir nun. Die nächsten 3 Tage würden wir dort zubringen. Ein bisschen fremd war uns das ganze trotzdem noch. Die Leute hatten sich da teilweise richtige Dörfer errichten und was die nicht alles mitbringen. Ich hab leider kaum Fotos von der Zeit, weil ich die Eindrücke lieber so aufgenommen habe anstatt alles und jeden zu fotografieren. Empfang hatte man dort auch nur alle 24 Stunden und dann auch nur für 2 Sekunden. War nicht weiter schlimm, hab meiner Mutter gesagt, dass wir gut angekommen sind.

Es war rund 12 Uhr als das Zelt stand und wir bereit für das Abenteuer Festival waren. Und nun? Da sitzt man dann im Campingstuhl, quatscht, trinkt vielleicht das erste Bier und hat Zeit über den Sinn des Lebens nachzudenken 😀
Am Anfang war es echt noch gewöhnungsbedürftig, aber wahrscheinlich einfach weil wir beide noch nie auf so einem Festival waren. Die ersten Vorräte wurden geplündert und der Strand erkundet.

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Schön ists auf jeden Fall! Um 16 Uhr werden wir dann Zeuge davon, wie der erste ( AM PRE OPENING TAG ) von der Feuerwehr mitgenommen wird. Zu viel Alkohol. Na man kanns auch übertreiben. 😀
Gegen Abend machen wir uns dann auf den Weg zum Festivalgelände. Die Menschen sind betrunken und gut drauf. Wir waren komplett nüchtern und immer noch nicht so überzeugt vom Ganzen. Wenn ich wir schreibe, meine ich Esra und mich. Am Donnerstag sagen wir oft „Ich hoffe, bald ist Sonntag. Ich möchte nach Hause.“ Während die anderen aus der Gruppe vor der Bühne tanzten, entschieden Esra und ich uns dafür an den Strand zu gehen. Auch dort waren viele betrunkene Menschen und knutschende Menschen. Wir haben uns dann irgendwo dazwischen in den Sand gesetzt. War klar, dass die Ruhe nicht lange anhalten konnte.Irgendwelche besoffenen Menschen in Minion-Kostümen sind auf uns gestürtzt. Also war am Strand sitzen auch keine Option. Was machen Esra und Melli um 23:30? Gehen ins Zelt und schlafen. 😀

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So früh würde ich in Berlin niemals ins Bett gehen, aber ok. Auf einem Festival ist es natürlich eine gute Uhrzeit zum Schlafen. Die erste Nacht ist in Ordnung. Ich hab es bereut, kein Oropax mitgenommen zu haben. Die Leute um uns rum haben die ganze Nacht laute Musik gehört: K.I.Z., Sido, Kollegah und sonst was. Nicht unbedingt das,was ich gern zum Schlafen höre. Aber ok. So ist das halt.

Tag 2 beginnt mit einem Kaffee am Strand.

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Man kann auf einem Festival nicht lange schlafen. Zumal Esra und ich ein super kleines Zelt hatten, was wir uns mit dem Rest unseres Gepäcks teilten. Das heißt, meine Beine lagen oben, weil ich sie aufs Gepäk legen musste. Sonst hätte ich sie nicht ausstrecken können 😀 Dazu staut sich die Hitze und sobald die Sonne rauskommt, denkt man es sind 40 Grad im Schatten draußen. Kommt man aber aus dem Zelt ist alles normal. Also schlafen bis 11 is nich, um kurz vor 9 sind wir aufgestanden. Den Tag verbringen wir mit Essen, quatschen, rumgammeln.. Und dann kommt uns die Idee, nach Frankfurt Oder zu fahren um nochmal Alkohol zu kaufen und was anständiges zu essen. Gesagt getan. Zu viert geht nach Frankfurt Oder. Ist jetzt nicht unbedingt meine Stadt, aber reicht um sich beim Asiaten was zu essen zu holen, Oropax und mal auf eine normale Toilette zu gehen.
Der Ausflug kostet uns nochmal 5€ Parkplatzgebühren aber egal, hat sich schon fürs warme Essen gelohnt. Wieder angekommen fangen wir auch mal an zu trinken. Am Freitag bzw in der Nacht von Freitag zu Samstag tritt Robin Schulz auf. Von 2:45-4:00. Ist ja schonmal ne Leistung so lange durchzuhalten 😀
Aber wir haben es geschafft und es war SO GEIL! #sugarhowyougetsofly ! Esras Freund hat bei K.I.Z. seine Schuhe veloren und steht das ganze Barfuß mit uns durch. Die Effekte während der Show sind der Hammer, ganz viel Feuer, Konfetti und und und.. Es ist ein Wahnsinns Feeling, so weit vorne, die laute Musik, die Leute.. und wenn man mal kurz in den Himmel schaut, sieht man wie es wieder hell wird. Aber müde sind wir nicht. Wir halten durch bis zum Schluss und auf dem Weg zurück zum Zelt wird es komplett hell.

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Ich hab mich ja soooo aufs Schlafen gefreut…
… doch nach 45 Minuten fängt es an zu gewittern. Trotz Oropax bin ich wach geworden. Ich hasse Gewitter. Ich hasse Gewitter in der Wohnung. Noch mehr hasse ich Gewitter im Zelt. Im Wald. Zwischen den Bäumen! Panisch wecke ich Esra, die wenig davon beeindruckt ist und wieder schlafen möchte. Zum Glück waren noch ein paar Kerle aus der Gruppe wach und ich konnte mich zu denen unter den Pavillion setzen. Ich hatte übrigens Todesangst 😀 In meiner Fantasie hat der Blitz in einen Baum neben unserem Zelt eingeschlagen und alles fängt an zu brennen. #ParanoiaHoch10000
Um kurz vor 8 sind wir auf den Nachteulen Goa Floor gegangen, war aber wenig spektakulär und um 11 war ich logischerweise tot müde. Esra wollte sich nochmal mit mir hinlegen. Nach 45 Minuten sind wir schweißgebadet aufgewacht, wie ich schon erwähnt hatte ist schlafen tagsüber mit Sonne nicht möglich. Später ging es an den Strand, dort hab ich nochmal 30 Minuten die Augen zumachen können.
Gegen Abend haben wir uns wieder am Zeltplatz versammelt und angefangen zu trinken. Aber plötzlich hat mein Kreislauf Probleme gemacht. Ich wusste, wenn ich mich nicht nochmal hinlege würde ich es nicht schaffen bis 4 wach zu bleiben. Während die anderen also zu Kollegah gingen, hab ich mich nochmal hingelegt. Um 22:30 war ich dann wieder fit und bereit für die Nacht.
Wir waren bei Sido und warteten alle gespannt auf Gestört aber geiL.
Um 2:45 war es dann wieder so weit. Wir standen am Anfang relativ weit hinten. Es stürmte echt doll und es fing an zu regnen, eine Bühne musste abgebaut werden. Als es losging kämpfte ich mich mit Christoffel nach vorne zur Bühne. In einer der ersten Reihen angekommen war das Feeling natürlich viel geiler als so weit hinten. Und es war wieder eine Wahnsinnsshow. Der Regen hat nicht gestört, es war einfach nur Hammer wie alle trotz Regen und Sturm gefeiert haben. Es war der letzte Act und für mich neben Robin Schulz das beste Erlebnis. Man kann das Gefühl schlecht beschreiben, aber es war einzigartig. Für uns war sofort klar: 2016 sind wir wieder dabei.
Ich kann jedem nur raten mindestens einmal auf ein Festival zu geben. Ich war in den Tagen so sorgenfrei. Man musste sich nicht wirklich um was kümmern, hat in den Tag hineingelebt, man hatte Spaß und konnte feiern. Morgens, mittags, nachts.
Und wer einmal vor so einer Festivalbühne stand und das ganze miterlebt hat, weiß was ich meine.

Auf nach Hause fahren am Sonntag hatten wir jetzt nicht so bock, aber Abschied nehmen gehört dazu. Dafür, dass wir am Donnerstag am liebsten wieder nach Hause gefahren wären, waren wir Sonntag ziemlich traurig 😀

Mich hat das Festivalfieber gepackt und ich werde mal schauen, welche Festivals für 2016 anstehen. Helene Beach steht auf jeden Fall auf der Liste.

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Esra, hier nochmal ein paar Worte an dich 😀 Danke für die unvergesslichen vier Tage, ich finde fürs erste mal haben wir es gut gemeistert, nächstes Jahr wissen wir worauf es ankommt! Ich freu mich schon sooooo sehr darauf.

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Ganz viel Liebe,

Ein Gedanke zu “Helene Beach Festival 2015

  1. Sandra P. schreibt:

    Liebe Melina,

    ich finde es soooo schön deinen Festivalbericht zu lesen!
    Für mich selbst gab es im Mai auch mein erstes Festivalwochenende und ich finde mich zu 100% in deinem Bericht wieder – inkl. dem Gefühl am Donnerstag, wieder abreisen zu wollen 😀 Ich teile mit Dir die Meinung, dass man sowas erlebt haben muss und es sich vorher gar nicht vorstellen kann, wie toll es eigentlich ist! 🙂

    Viele herzliche Grüße

    Sandra

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