Weihnachtszeit, schönste Zeit


Die Weihnachtszeit ist die Zeit der Liebe, Familie und bekanntlich auch die besinnlichste Zeit des Jahres. Für Kinder ist die Weihnachtszeit oft das schönste im ganzen Jahr, die bunten Lichter, die Schokolade, Adventskalender, Schuhe putzen für den Nikolaus.. alles Dinge die wir als Kinder geliebt haben (oder immernoch lieben) und die zum Großwerden dazugehören. 

Auch ich habe das Glück gehabt, jedes Jahr ein tolles Weihnachtsfest zu erleben und eine noch tollere Weihnachtszeit. Selbstgebastelte Adventskalender, Schlittschuhlaufen, Rolf Zuckowski hören, Plätzchen backen und Teig fallen lassen für Anuschka, Baum schmücken und morgens vor der Schule ein Stück Baumkuchen. Auch an Nikolaus hatte ich immer volle Stiefel, konnte es gar nicht erwarten morgens aufzustehen und habe schon beim ersten Gang auf die Toilette erwartungsvoll zur Tür geschaut. Alles Dinge, die ich an der Weihnachtszeit so geliebt habe. Diese Zeit war während meiner Kindheit und auch Jugend immer etwas besonderes und das habe ich ganz und alleine meiner Mutter zu verdanken. Warum mir das gerade jetzt, gerade heute auffällt? 

Mittlerweile wohne ich nicht mehr mit meiner Mutter zusammen, was ich an sich auch gar nicht schlimm finde (Sorry Mama, aber dir geht’s bestimmt genauso), allerdings wird mir an manchen Tagen im Jahr doch bewusst, was ich an ihr habe und vorallem, was sie für mich getan hat.

Die Wohnung schmückt sich nicht von selbst. Das leckere Weihnachtsessen kocht sich nicht von selbst. Und vorallem: die Weihnachtsstimmung kommt auch nicht von selbst! Ich liebe Weihnachten und die Weihnachtszeit, aber ohne Mama und Familie ist der Dezember irgendwie wie jeder andere Monat. Man weiß manche Dinge nicht zu schätzen, bis man sie nicht mehr hat bzw. bis sie nicht mehr „selbstverständlich“ sind.  Zum Glück war meine Mutter auch diesen Dezember schon bei mir und hat für Weihnachtsstimmung gesorgt. Denn selbst wenn ich alleine schmücke – es ist nicht das gleiche. In unserer Familie gibt es einige Rituale, wie zum Beispiel in der Weihnachtszeit an den Ku’damm und ins KaDeWe zu gehen, oder gemeinsam einen Baum zu holen, oder Plätzchen zu backen und dabei laut Feliz Navidad zu singen. Vielleicht klingt das auch alles etwas kindisch für euch, für mich gehört es aber dazu. Und ich hoffe, dass ich vieles von meiner Mutter gelernt habe und eines Tages an meine eigene Familie weitergebe. 

Ich brauche keinen langen Winter, viel Schnee oder die Kälte, aber die 4 Dezemberwochen sind doch ganz schön, mit all den Lichtern, Lebkuchen und der Weihnachtsmusik. Es stimmt, dass man in der Weihnachtszeit sentimentaler wird wie ich finde und vorallem, wenn man alleine wohnt, fehlen einem plötzlich die Dinge, die immer selbstverständlich waren. Im Sommer komme ich auch 4 Wochen ohne meine Mama aus, aber im Dezember, da habe ich manchmal das Gefühl ich müsste sie in meine Wohnung holen, haha. Manchmal wünsche ich mir, ich wäre nur noch einmal wieder Kind und das am liebsten in der Weihnachtszeit. 

Diesen Advent (3. Advent) war ich endlich bei meinen Eltern, da ist es auch egal ob ich 6 oder 21 bin, wir hören Weihnachtsmusik und gucken Weihnachtsfilme. Und bald ist auch schon Weihnachten, da bin ich dann auch wieder bei ihnen. Wir holen uns dieses Jahr unseren Baum wieder selbst aus dem Wald, das ist immer ein ziemlich witziges Erlebnis und einmal im Jahr kann ich dann auch meine Spinnen-Wald-Phobie vergessen, haha. 

Ich glaube es ist ok noch manchmal Kind zu sein. Und ich hoffe, dieses bisschen Kind in der Weihnachtszeit wird immer in mir bleiben. 

9 Gedanken zu “Weihnachtszeit, schönste Zeit

  1. Anniiitschka schreibt:

    Hach ich hab richtig Gänsehaut! Du schreibst mir sowas von aus der Seele ♥
    Bei mir ist es haargenau so wie bei dir. Gerade in der Weihnachtszeit wird mir bewusst, wie erwachsen ich mittlerweile bin. Und dass mir manche Rituale einfach fehlen, wenn man nicht die gesamte Familie um sich hat. Ich hoffe auch, dass mein Freund und ich das später an unsere Kinder weitergeben können. Rolf Zuckowski gehört auf jeden Fall dazu 😉

    Liebe Grüße
    Anne

  2. Maria Dolores schreibt:

    Toller Blogpost !Mit 20 wohne ich noch zuhause und kann mir so vorstellen, dass Weihnachten was ganz anderes ist wenn man ausgezogen ist 🙈 Genieß einfach jeden Tag mit deiner mami und Familie egal ob Weihnachten oder nicht … die Zeit geht viel zu schnell vorbei 💭✨

  3. Nina schreibt:

    so ein schöner Blogpost ❤ Ich habe das Glück und wohne noch daheim 🙂 Ich habe meine Eltern sehr gern und bin ihnen durchaus sehr dankbar das sie mich so unterstützen und immer für mich da sind. Ich gebe mir sehr Mühe ihnen ab und zu eine Freude zu machen, einfach um ihnen etwas zurück zu geben. Weihnachtslieder und Filme laufen bei mir momentan sowieso rauf und runter 😀 Plätzchen habe ich bereits im November begonnen zu backen und wir haben im Überschuss welche da hihi 🙂 Am Samstag gehen wir endlich den Weihnachtsbaum kaufen! Was freue ich mich schon aufs schmücken :))
    Schöne, weihnachtliche Grüße,
    deine Nina

  4. christinsophie schreibt:

    Dann wünsche ich dir ein noch schöneres Weihnachten. Ich hoffe, ihr könnt eure Traditionen auch dieses Jahr fortführen.
    Liebe Grüße💕

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s