Once upon a time..

Hey ihr Lieben,

heute möchte ich darüber schreiben, wie ich vom Sportmuffel zum Fitnessjunkie geworden bin. Viele von euch interessiert es, wie meine „Fitness-Journey“ angefangen hat, deswegen dachte ich so eine kleine Geschichte könnte euch gefallen. Nehmt euch ein bisschen Zeit zum Lesen.

Fangen wir an im Jahr 2011. Im Juni habe ich mich in einem Fitnessstudio in meiner Nähe angemeldet, zu Fuß sind es 10 Minuten. Damals war ich 1,63cm groß und wog um die 65 Kilo, wahrscheinlich sogar mehr. Mein Ziel war es abzunehmen, mehr nicht. Zu dem Zeitpunkt habe ich noch nichtmal an Muskeln gedacht, das ist doch was für Männer! Ich habe mich mit meinem damaligen Freund angemeldet und unser Ziel war es, zweimal die Woche trainieren zu gehen. Zuhause wurde ich von Mutti bekocht und es fehlte mir an nichts. Süßigkeiten waren immer im Haus, ich konnte naschen wann ich wollte. Meine Mutter kocht sehr sehr gern, gesund, aber auch fettig. Gemüse und Obst war immer vorhanden, wurden leider von mir nicht so wirklich geschätzt. In der Schule ging ich häufig an den Kiosk oder die Cafeteria, wo es leckere Streuselschnecken und Käse-Sandwiches gab. Um meine Brotbox für die Schule brauchte ich mir auch keine Sorgen machen, dafür gab es ja Mama. Sie sorgte immer dafür, dass ich genug Nervennahrung bei mir hatte. Irgendwie war mir damals nicht mal bewusst wie ich aussah, ich hab mich wohl gefühlt und das ist ja eigentlich auch die Hauptsache. Ich war ja nie fett oder so, einfach ein bisschen.. mollig.. oder wie auch immer ihr es nennen wollt. 🙂 Jedenfalls ist mein Plan mit dem Abnehmen nicht ganz aufgegangen.. wie heißt es so schön: 70% Ernährung und 30% Sport? Ja, also meine Enährung konnte man zu der Zeit in die Tonne kloppen. Und das lag nicht daran, dass ich zu Hause gewohnt habe, ich gebe meiner Mutter da nicht die Schuld dran, es lag eher an den Süßigkeiten und das was ich mir außerhalb von zu Hause geholt habe. Ich war nämlich auch ein McDonalds-Liebhaber (20er Chicken McNuggets mit Süß Sauer Soße <3).
Nunja, da ich einen Freund hatte war es mir irgendwie egal wie ich aussehe, hab das mit dem Sport auch nicht so ernst genommen. Es gab Zeiten, da waren wir vielleicht 2 mal in Monat da und zusammen mit meiner schlechten Ernährung konnte da einfach kein Erfolg bei rauskommen. So ging das dann eigentlich auch das ganze Jahr weiter. Ich war einfach nicht motiviert und habe den Sinn nicht darin gesehen oft zum Sport zu gehen. Schulsport fand ich sowieso immer grässlich. Ich habe mal eine zeitlang Volleyball gespielt und bin geritten, aber so wirklich ein Freund vom Sport war ich nie. Hier sind ein paar Bilder aus dem Jahr 2011 :

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Das Jahr 2011 endete ohne Erfolge und auch 2012 schien sich nichts zu verändern. Ich war mittlerweile fast 1 1/2 Jahre in einer Beziehung (welche übrigens meine erste große Liebe war) und hatte auch nicht vor im neuen Jahr irgendwas zu verändern. Im Januar 2012 war ich auf einer Skireise mit der Schule, das ist bis zu dem Zeitpunkt auch der einzige Sport gewesen, den ich gern gemacht habe. Skifahren ist meiner Meinung nach etwas ganz tolles und macht mir wahnsinnig viel Spaß. Der Februar verging ohne großartige sportliche Betätigung.. und dann kam der März. Ein ganz ganz ganz ganz schrecklicher Monat, aber im Nachhinein wohl das Beste was mir passieren konnte.. Ein Tag vor einer wichtigen Erdkunde-Klausur verließ mich mein Freund aus heiterem Himmel. Ich habe wirklich nicht damit gerechnet und es hat mir einfach den Boden unter den Füßen weggerissen. Wer sich an seine erste große Liebe zurückerinnert kann das sicher verstehen. Meine beste Freundin kam nachts zu mir um mich zu trösten und ich war wirklich ein Wrack. Am nächsten Tag saß ich wie ein aufgequollener Wattebausch in der Erkundeklausur ( Ich hatte übrigens die beste Note ) und wusste nicht wie es weitergehen soll. Ich bin leider ein sehr sensibler Mensch und nah am Wasser gebaut. Die nächsten 2 Monate waren also gezeichnet von Tränen und schmerzhaften Erinnerungen. Ich habe nichtmal daran gedacht zum Sport zu gehen oder das mir das vielleicht helfen könnte. Nein, die Schokolade war mein Freund. Doch irgendwann, ich weiß echt nicht wann dieser Tag kam, habe ich beschlossen wieder öfters zum Sport zu gehen, 2 mal im Monat ist nun wirklich zu wenig. Mittlerweile habe ich auch alleine gewohnt, da meine Eltern aufs Land gezogen sind. Das heißt, ich koche was ich möchte und kann zum Sport wann ich möchte. Nach der Schule habe ich meist Hausaufgaben gemacht und bin dann zum Sport gegangen, wo ich mich für 90 Minuten auf den Crosstrainer gestellt habe. Ich hatte zwar meinen Ganzkörperplan, aber war mehr der Cardio-Mensch. Ich hatte mir vorgenommen ENDLICH abzunehmen, da mir langsam bewusst wurde, dass ich etwas zugenommen hatte.. um genau zu sein 15 Kilo! Ich wollte nicht nur meinem Ex-Freund, sondern auch mir selbst beweisen, dass ich das schaffen kann! Wohlgefühlt hab ich mich in meiner Haut nicht mehr, ich habe mir alte Bilder angeschaut und mich gefragt wie ich so viel zunehmen konnte. Das kam nicht mit einem Schub, sondern schleichend. Leider hörte ich auch über ein paar Ecken, dass man sagt ich sei Dick geworden. Sowas gefällt natürlich niemandem. Jedenfalls begann ich zum Sommer hin wieder regelmäßig trainieren zu gehen. Es war zwar am Anfang mehr Cardio als Kraft, aber immerhin habe ich was getan. Im September hörte ich dann zum ersten mal „Sag mal Melina, hast du abgenommen?“ und da war es das erste mal, dass es mir selbst aufgefallen ist. Mir war das überhaupt nicht so bewusst. Ich habe mich nicht gewogen, war einfach regelmäßig beim Sport und habe aufgehört Süßigkeiten zu essen. Ich habe frisch gekocht und war weniger bei Mc Donalds. Das alles hat sich bemerkbar gemacht. Ich habe keine Kalorien gezählt, ich habe abends Kohlenhydrate gegessen in Form von Nudeln und ich hab mir jede Woche auch mal was gegönnt – und trotzdem waren im November 12 Kilo runter! Ich war teilweise 6 mal die Woche im Studio und habe 4 Tage davon Cardio gemacht und 3 Tage Krafttraining. Ich habe es gemacht, weil es mir Spaß gemacht hat und es war nie eine Qual für mich.
Im Dezember 2012 kam ich mit meinem jetzigen Freund zusammen und die folgende „Geschichte“ kennen sicher schon einige. Ich war wieder auf Wolke Sieben und hatte jeglichen Kummer und Schmerz vergessen. Timo, so heißt der gute Herr, war von Anfang an so süß zu mir und wir haben so viel unternommen! Ich hatte wenig Zeit für Sport, da die Abiturzeit hinzukam. Ich habe viel gelernt und ansonsten die Zeit mit meinem Freund verbracht. Das ganze ging natürlich nicht spurlos an meinem Körper vorbei und im April waren wieder gute 4-5 Kilo mehr drauf ! Da ich mittlerweile Instagram hatte, hatte ich diesmal aber ein genaues Ziel vor Augen: Nicht nur abnehmen, sondern auch aufbauen! Die ganzen Motivations-Bilder von tollen Körpern haben auch bei mir gewirkt. Ich wollte aus meinem, zwar schlanken, aber kraftlosen Körper einen fitten und starken machen! Dazu überredete ich meinen Freund mit mir trainieren zu gehen, was auch relativ gut klappte. Diesmal wollte ich mich aber auch mit meiner Ernährung beschäftigen und mit allem drum und dran. Ich habe viel im Internet gelesen, viel mit meinem Trainer geredet und so versucht einen Weg zu finden, der für mich funktioniert. Und das hat geklappt. Ich habe aufgehört abends viele Kohlenhydrate zu essen, Nudeln und Reis gab es eher selten, dafür setzte ich abends auf Huhn und Pute mit Quark und Salat. Ich habe einfach soooo viel seit April dazu gelernt, ob es nun Erfahrungen oder Wissen sind. Ich habe meinen Körper richtig kennengelernt, mich mit ihm auseinander gesetzt und versucht gemeinsam mit ihm mein Ziel zu erreichen. Ich versorge ihn mit gutem Essen und er gibt mir die Energie die ich brauche. Neben Timo ist mein Körper der beste Trainingspartner. Seit Mai trainiere ich mit Timo, seit Juni haben wir einen Split-Plan und ich gehe 4-5 mal in der Woche zum Sport. Ich bin für alles offen, probiere gern neue Übungen, im Sommer gehe ich auch gern joggen oder schwimmen. Ab und zu mache ich Zumba. Ich kann mir mein Leben ohne Sport nicht mehr vorstellen. Genauso wie ohne meinen Quinoa oder mein Oatmeal gar nichts mehr geht. Es ist kein Hobby mehr, es ist ein Lifestyle. Ich gehe Freitagabend lieber trainieren als feiern, ich trinke lieber Proteinshakes als Alkohol und ich trage lieber einen Sport-BH als einen normalen. Als ich gemerkt habe, wie gut mir der Sport und die Ernährung tut, wollte ich immer mehr wissen und immer mehr geben. Ich war meine eigenen Motivation und ich wollte noch mehr Resultate sehen als bisher. So ist das immernoch: Jeden Monat merke ich, wie sich etwas an meinem Körper oder meiner Haut verändert. Umso mehr man sich damit beschäftigt, desto mehr möchte man auch erreichen. Ich bin so gespannt wie ich Ende 2014 aussehen werde.. dann werde ich sicherlich wieder einen Jahresrückblick schreiben. 🙂
Ich kann nur jedem ans Herz legen, sich wirklich mit dem Thema zu beschäftigen und raus zu finden, welche Art der Ernährung und welche Art von Sport einen weiterbringt. Ich bin mittlerweile einfach Fitness- und Oatmealsüchtig 😀 Und ich bereue es keine Sekunde, dass ich mich 2011 im Fitnessstudio angemeldet habe! Es war ein langer Weg mit Höhen und Tiefen und ich bin noch lange nicht am Ziel, aber jeden Tag komme ich ihm ein Stückchen näher. 🙂

Danke für eure Unterstützung!

transformation

Veröffentlicht in: About

14 Gedanken zu “Once upon a time..

  1. klarafux schreibt:

    Das war super schön zu lesen! 🙂 Mir gings auch ähnlich mit dem zunehmen, hab das selbst nicht richtig mitbekommen aber im nachhinein sagt meine mama dann: ‚ja damals wurdest du immer runder und runder‘ Kann uns das denn niemand gleich sagen? 😀

  2. christinahalter schreibt:

    Hey meine liebe! du hast mich echt so inspiriert! danke für deinen Blog er ist echt super! Danke für deine Tipps & Tricks! starte jetzt auch meinen eigenen Blog hoffe er wird mal so toll wie deiner!! Es ist toll, dass du so durchgehalten hast und immer weiter machst 🙂 es ist schön zu sehen, dass dich dieser Lebensstil glücklich macht 🙂

  3. Franzi schreibt:

    Hey,
    du bist echt super inspirierend! Mein Freund und ich trainieren auch manchmal zusammen, das ist immer extrem hart 😀 Wir sind in unterschiedlichen Studios aber manchmal gehen wir zusammen laufen oder machen Eigengewichtsübungen. Dadurch, dass er besser ist als ich ist für mich das Training besonders hart aber auch effektiv 🙂

  4. Hannah schreibt:

    Melina, deine Geschichte ist toll. Du warst schon länger ein Vorbild für mich, aber jetzt erst Recht, da du wirklich viel harte Arbeit investiert hast und du das beste Beispiel bist, dass man alles schaffen kann. Ein trainierter Körper kommt nicht über Nacht angeflogen. Aber du hast es geschafft und beweist, dass es sich auf jeden Fall lohnt!! Danke für deine Geschichte 🙂

    Liebste Grüße
    Hannah

  5. tina schreibt:

    liebe melina,
    ich habe erst gestern deinen blog entdeckt, aber ich bin jetzt schon absolut begeistert!! ich hoffe, dass auch ich es bald schaffe von der couch hochzukommen..
    und wir weiterhin viel erfolg mit deinem vorhaben 🙂 vielleicht liest man sich ja nochmal..😎

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