Über Instagram und Veränderungen..

Es ist 00:39. Freitag. Vor 30 Minuten wollte ich schlafen gehen. Dann kam ich auf die Idee, mir mein erstes Instagram Bild anzuschauen. Also hab ich gescrollt.. Und gescrollt und gescrollt und gescrollt. Bis ich beim ersten Bild angekommen bin. Das ist fast 3 Jahre her und ich kann es kurz nicht glauben, wie lange ich diese Plattform schon benutze. Und schon bin ich gefangen. Erinnerungen, unzählige Bilder, Texte, Videos, Momente.. Alles festgehalten und jederzeit abrufbar. Ich kann mich nicht lösen und das Handy wegpacken. Ich merke und sehe, wie ich mich verändert habe, wie sich mein Account verändert hat, aber vor allem, wie sich Instagram verändert hat. Ich hab jetzt keine Lust hier über Likes oder Followeranzahlen zu reden, darüber zu philosophieren wieso meine Bilder mittlerweile bloß noch weniger als die Hälfte der ursprünglichen Likes bekommen, darüber regt sich eh jeder zweite auf, das muss ich nicht auch noch machen.. sondern eher darüber, was Instagram mal für mich war und was es jetzt ist. 

Wenn ich mir meine Bilder aus dem Jahr 2013 angucke, motivieren sie mich selber. Lauter inspiriendere Texte, die strahlende Melina, buntes Essen.. Das schau ich mir gern an! Ich hab so viel Mühe in diesen Account gesteckt, versucht immer jedem zu antworten. Ich wollte eine Motivation für andere sein, ein Vorbild, der Grund, wieso manche vielleicht nicht aufgeben, sondern weitermachen. Ich bin fast jeden Tag ins Fitnessstudio gegangen, war mit Leib und Seele dabei, hab das mit euch geteilt. Die Kommentare unter meinen Bildern sprechen für sich. So viel Zuspruch, so viele Komplimente und Dankbarkeit. Wahnsinn was dort für eine Community entstanden ist. 

Ich scrolle weiter.. Ich sehe wie ich mich immer mehr entwickle, wie ich erwachsener werde, reifer.. Auch in meiner Entwicklung, gab es Phasen, die nicht mehr gesund waren, wo ich echt übertrieben Kalorien gezählt habe und krankhaft auf alles verzichtet habe, was mich fett machen könnte. Aber ich hab es geschafft, mich alleine da wieder rauszuholen und normal zu essen und zu leben. 

Wie gern erinnere ich mich an die Zeit zurück, in der es eigentlich keinen Konkurrenzkampf unter Instagrammern gab, in der die Anzahl der Likes Nebensache war und man an sowas wie Kooperation überhaupt nicht gedacht hat. Ich hab mein Ding gemacht, egal was andere dazu gesagt haben. Ich hab ganz ohne Druck und ohne Hintergedanken Bilder geteilt, Texte geschrieben und Videos gedreht. 

Und ich frage mich, wann der Punkt kam an dem sich das geändert hat. Und es hat sich einfach so viel verändert. 

Meine Bilder. Meine Texte. Die Leute, die mir folgen. Die Leute, denen ich folge. 

Plötzlich dreht sich alles darum, wer am meisten Likes hat, die meisten Follower, zu den tollsten Events eingeladen wird und wer die meisten Kooperationen hat. Versteht mich nicht falsch, ich liebe es auf Events eingeladen zu werden ( am besten mit leckerem Essen ) und ich bin auch dankbar für all die Möglichkeiten, die ich durch Instagram bekommen habe, aber manchmal wünsche ich mir die Zeiten von früher zurück. Diese Gespräche darüber, wer sich wohl Follower gekauft hat und wer dies und jenes getan hat können einem echt Kopfschmerzen bereiten. Ich mache mir mittlerweile viel zu viele Gedanken um das, was ich poste, was ich schreibe und wie das wohl ankommen wird. Vielleicht ist das der Grund, wieso es nicht mehr so gut ankommt. Vielleicht wirkt es gespielt? Ich weiß, ich habe mich in den letzten Jahren verändert, ich weiß auch, dass das normal ist, der Mensch entwickelt sich immer weiter. Aber nicht jede Veränderung ist positiv. 

Ich habe mich mit dem Anschauen alter Bilder selbst dazu motiviert, euch wieder mehr zu motivieren. Ich möchte wieder mehr vom Sport posten, meine Fortschritte mit euch feiern und meine Rückschläge teilen. Ich möchte, dass ihr euch meine Bilder anschaut und ihr inspiriert werdet. Ich möchte mehr kochen, mehr backen, mehr Rezepte testen, kreieren, teilen. Ich möchte wieder mehr von dem machen, was meinen Account mal ausgemacht hat. In den letzten Monaten hab ich das aus privaten Gründen echt vernachlässigt. Ich wurde einfach mal komplett aus der Bahn geworfen. 

Keine Ahnung wieso ich gerade so emotional bin, aber ich musste das einfach loswerden. Es war so interessant, sich seinen eigenen Account mal wieder komplett anzugucken, in Erinnerungen zu schwelgen, an Dinge erinnert zu werden, die man schon fast vergessen hatte.

Und dann muss ich noch was loswerden: DANKE, an jeden einzelnen von euch, der meine Beiträge liest, der sich die Zeit nimmt, meine Bilder zu kommentieren und mir nette Worte da lässt. Und dieses Danke kommt wirklich von Herzen. Keine Ahnung wie viele von euch mir schon seit 2 Jahren folgen, ob es überhaupt noch welche gibt, die von damals übrig geblieben sind. 

Ich wünsche euch eine gute Nacht bzw einen guten Morgen 🙂 

Eure Melina 

5 Gedanken zu “Über Instagram und Veränderungen..

  1. Rudi schreibt:

    Hallo Melina,

    ich glaube das wir uns sowieso viel zu sehr abhängig machen von der Meinung anderer Leute. Das ist bei FB oder Twitter nicht anders als bei Instagram. Wir sollten einfach wieder mehr das tun was uns Spaß macht und weniger das was andere von uns erwarten.
    LG aus Krefeld vom Rudi
    http://www.rudisblog.de

  2. Melissa schreibt:

    Natürlich gibt es immer noch viele Leute, die vom Anfang übrig geblieben sind! Du bist eine große Inspiration für mich – vor 2 Jahren und heute! Dich würde ich auch super gerne mal persönlich kennenlernen und das würde ich von „Stars“ nicht behaupten.
    Ich wünsche dir ein fantastisches Jahr 2016! Bleib du selbst, bleib dir treu!

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