December #2

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Januar 2019 Part II

„Ich kann es selbst kaum glauben, dass der Januar nun fast vorbei ist und ich schon über zwei Wochen in Amerika lebe. Es ist noch viel intensiver und besser als ich es mir vorgestellt habe, es ist manchmal eine Herausforderung aber ich liebe jede Sekunde. Die Uni ist so riesig, ich verlaufe mich so gut wie jeden Tag. Keine Ahnung welches der schnellste Weg vom Campus und wieder zurück ist, aber ich habe ihn noch nicht gefunden. In den Kursen wurde ich direkt super lieb aufgenommen, allerdings fühlt es sich noch etwas komisch an. Bin in all meinen Kursen die einzige internationale Studentin und fast jeder kennt zumindest ein oder zwei Andere im selben Kurs. Egal. Ich genieße – und das meine ich wirklich so – jeden Tag so sehr. Ich versuche mich immer daran zu erinnern wie lange ich davon geträumt habe diese Traum zu leben und jetzt bin ich hier. Kalifornien ist dieses Jahr zwar etwas verregnet, allerdings gibt es fast jeden Abend einen atemberaubenden Sonnenuntergang. Es ist einfach alles wie im Film und ich weiß nicht, wann ich so richtig realisiere, dass ich jetzt wirklich hier bin. Habe nur 3 Tage die Woche Uni und habe somit auch immer ein langes Wochenende. Natürlich bin ich schon am planen der ersten Trips. Immerhin vergeht die Zeit immer schneller als man denkt. All die Mädels und auch die Jungs hier, wir verstehen uns echt gut und es fühlt sich schon nach so kurzer Zeit nach einem zweiten Zuhause an. Die ersten Tage musste ich mich eingewöhnen und es war so ungewohnt nun wieder neue Kommilitonen zu haben, alle aus verschiedenen Ländern. Aber ich hab schon nach den ersten Wochen viel über andere Kulturen und Menschen gelernt, dass ich weiß, dass mir diese Zeit hier einiges beibringen wird. 
Da ist nur eine Sache, die ich gekonnt verdränge und die mir mit jedem Tag die ich hier bin mehr bewusst wird und die ich mir nicht getraue einzugestehen. Im Sommer habe ich mich verknallt. Ich hatte eine wunderbare Zeit mit einem tollen Mann, der sehr gut zu mir ist und ich habe mich zum ersten Mal seit langer Zeit bereit gefühlt Gefühle zuzulassen. Und das hat sich gut und richtig angefühlt. Für den Moment. Für die Momente die wir zusammen hatten. Doch umso näher das Auslandssemester kam, desto mehr habe ich innerlich gezweifelt. Was will ich? Will ich eine Beziehung? Ist das wirklich Liebe? Sich solche Fragen zu stellen, nachdem man bereits abgereist ist und sie ehrlich zu beantworten, das ist gar nicht so einfach wie ich dachte. Und ich weiß nicht, inwiefern ich mir selbst etwas vorgemacht habe und es vielleicht immer noch tue. Aber das ist nicht fair. Ich will niemanden verletzen, aber ich weiß gerade auch irgendwie nicht was richtig ist. Wenn ich mir das eingestehe was ich vermute, dann bedeutet das, dass ich Konsequenzen ziehen muss. Unangenehme Konsequenzen. Ich überlege so oft hin und her und bin gleichzeitig so abgelenkt von all den neuen Eindrücken, dass ich diese Fragen eben doch immer wieder verdränge. Und ich merke aber immer wieder, dass das nicht richtig ist und sich irgendwas falsch anfühlt. Nichtmal jetzt traue ich mich, die wirkliche Wahrheit auszuschreiben und das was ich fühle zuzulassen. Vielleicht habe ich eine falsche Entscheidung getroffen. Vielleicht, vielleicht auch nicht. Was ist richtig und was ist falsch?“

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