Über meine Tollpatschigkeit und nette Menschen..

Hallo meine Lieben,

am Freitag habe ich euch versprochen, die Geschichte von meinem neuen Handy zu erzählen, welches mir dank meiner blonden Blödheit doch tatsächlich in eine Art Gulli gefallen ist. Aber fangen wir von vorne an:

Ich wollte eigentlich nur auf jemanden warten und habe mich, da ich ungeduldig bin, wenn ich zu lange rumstehe, auf einen „Fenster“vorspung gesetzt, der nur 10cm über dem Boden war, also so ähnlich wie ein Fensterbrett, halt nur tiefer. Während ich da so saß, hörte ich mit meinem neuen Honor8 Handy, welches ich eine Woche zuvor auf einem Event in Paris bekommen hatte, Musik und hatte es lässig auf dem Schoß liegen. Mein iPhone hatte ich in der Hand. Unter mir befand sich dieses Regenabflussdings, welchem ich eigentlich nicht groß Beachtung geschenkt hatte. Allerdings schossen mir kurz vor dem „Ereignis“ folgende Gedanken durch den Kopf: „Wäre krass, wenn dir ausversehen eins deiner Telefone da reinfallen würde. Die Stäbe sind dort einbetoniert, man würde niemals da rankommen.“, „Wo der Schacht wohl hinführt?“, „Halt deine Telefone gut fest.“, „Vielleicht sollte ich mich woandern hinsetzen?“. Und während ich so vor mich hindachte und meine Sitzposition verändern wollte, geschah es: Das Honor8 rutscht mir vom Schoß, die Kopfhörer bleiben in den Ohren, aber das Handy löst sich und fällt – wie sollte es auch anders sein- durch die Schlitze. Super. Ernsthaft? Kurz habe ich überlegt, ob das jetzt tatsächlich mein Ernst ist, gerade noch darüber nachzudenken und dann wirklich das Geräusch zu hören, als das Handy unten auf dem Boden aufkommt. Und jetzt? Was jetzt? Kann ich die Feuerwehr rufen? Die holen schließlich auch Katzen von Bäumen! Ich glaube, zwei Minuten hab ich erstmal nur da gestanden und darüber nachgedacht, wie man so bescheuert sein kann! Das war wie in einem schlechten Film. Diese Welt ist so groß, Berlin ist so groß, ich hätte überall warten können und mir fällt ausgerechnet das NEUE Handy in ein Erdloch, an welches man nicht rankommt?
Damit ihr mal seht wo es genau war, hier ein Foto:

IMG_5282

Wie ihr seht, gibt es keine Möglichkeit dieses Gitter zu bewegen, mal abgesehen von diesen komischen Gas- oder wasauchimmer-Leitungen darunter. „Gut, das Handy siehst du nie wieder. Hat ja lange gehalten.“, war mein nächster Gedanke.

Da sich das ganze Spektakel vor einem Restaurant abgespielt hat, war es nahelegend, dass ich drinnen frage, ob sie vielleicht durch ihren Keller an diesen mysteriösen Abgrund kommen.Gesagt, getan, habe ich drinnen die Bedienung angesprochen, sie hat sofort alle Mitarbeiter informiert und plötzlich haben sich 5-6 Männer damit beschäftigt, wie wir denn mein Handy retten können. Durch den Keller gab es schonmal keine Möglichkei. Betonwände. Nichts. Kein Zugang.WAS HAT DIESES TEIL FÜR EINEN SINN?? Leider lag das Telefon auch noch direkt unter einem Holzbalken und der erste Besen der zur Rettung geholt wurde, hat nichtmal bis zum Boden gereicht. Die erste Idee war, Kleber oder Klebeband an einem langen Stab oder Besen zu befestigen und das Telefon so an die Oberfläche zu befördern. Nun war das Klebeband leider nicht stark genug und das Handy sowieso zu schwer für einfaches Klebeband. Im Hotel gegenüber habe ich dann noch nach Sekundenkleber gefragt. Ich hätte niemals mit so viel Hilfe gerechnet, erstens sah ich aus wie ein Penner und zweitens war ich weder Gast des Hotels, noch des Restaurants. Richtige Männer geben aber nunmal nicht so einfach auf und plötzlich kam einer auf die Idee, eine Tüte an eine dickere Schnur zu binden, die Tüte runter zu lassen und mit dem langen Stock das Handy in die Tüte zu „kicken“.

Image-1

Einer hat Licht mit seinem Handy gemacht, der andere hat die Tüte gehalten und der dritte hat mit dem Stock das Handy bewegt. Und was soll ich sagen: ES HAT GEKLAPPT! Ich hätte ja am liebsten jeden von ihnen umarmt und abgeknutscht vor Freude und wusste echt nicht, wie ich das wiedergutmachen könnte! Das ganze Spektakel dauerte nämlich knapp eine Stunde und währendessen hat wirklich jeder dort versucht mir zu helfen! Sowas ist in Berlin NICHT selbstverständlich. Allerdings sind die Inhaber auch keine Deutschen. 😀 Dann habe ich mich informiert, was man dort in der Gaststätte so essen kann und habe mir überlegt, euch das Restaurant vorzustellen! Vielleicht geht der ein oder andere dorthin, inklusive mir natürlich! Das Restaurant heißt „The Bird Express“  und dreimal dürft ihr raten was es dort gibt: BURGER! ❤ Die Pommes machen sie selbst jeden Tag frisch aus Kartoffeln (aus was auch sonst, ich Schlaumeier!) und das, was mir aufgezählt wurde klang sooo lecker. Fleischliebhaber: Hin da! Es gibt zwei Läden in Berlin, einer ist am Hackeschen Markt und der andere in Prenzlauer Berg. Ich habe noch nie so viele hilfsbereite Menschen auf einem Haufen gesehen und bin wirklich so so dankbar! Ich glaube nicht, dass ich auf die Idee mit der Tüte gekommen wäre. Falls ihr netten Menschen das lesen solltet: DANKE! THANK YOU!

Ich wäre wahrscheinlich heulend nach Hause gefahren und hätte am nächsten Tag bei der „Ich-habe-etwas-in-den-Gulli-fallen-lassen“-Hotline angerufen, um mir sagen zu lassen, dass man den Deckel nicht anheben kann und sie mir nicht helfen können.

Hier noch die Facebookseite, vom Restaurant mit dem absolut besten Service: The Bird Express

Ist euch auch schonmal sowas passiert? Und ist es auch so gut ausgegangen wie bei mir? Würde mich mal interessieren, ob nur ich so tollpatschig bin, oder ob ich auch ein paar coole Stories auf Lager habt.

Fühlt euch gedrückt,

eure

4 Gedanken zu “Über meine Tollpatschigkeit und nette Menschen..

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