Head vs. Heart



Hallo ihr Lieben,

Ich habe mich schon lange nicht mehr hier auf dem Blog zurückgemeldet und komme jetzt mit einem mehr oder weniger anderen Thema als sonst zurück. Ich habe in den letzten Monaten eine Menge erlebt und habe mich teilweise mehr auf mein Privatleben konzentriert, was dazu geführt hat dass ich so gut wie nichts auf dem Blog gepostet habe. Allerdings liegt mir was auf dem Herzen, ein Thema was sicherlich viele Mädchen, aber vielleicht auch einige Jungs ansprechen wird. 



Und nun liege ich hier, allein, in meinem Bett. Meine Gedanken sind überall, suchen nach Lösungen, nach Antworten. Doch gibt es auf jede Frage eine Antwort und für jedes Problem eine Lösung? Was, wenn ich das einfach so akzeptieren muss wie es jetzt ist? Umso länger ich darüber nachdenke, desto mehr Fragezeichen gibt es. Wieso ist diese Sache mit der Liebe so unglaublich kompliziert? Wieso ist Liebe allein manchmal nicht genug? Wieso ist die Angst manchmal größer als die Liebe und wieso fällt es so schwer zu Vertrauen?

Fragen über Fragen und noch tausend weitere hab ich mir gestellt und doch keine richtige Antwort gefunden. Herz und Verstand spielen gegeneinander. Mein Kopf hat längst begriffen, dass es sinnlos ist. Doch mein Herz nicht. Die beiden werden sich einfach nicht einig. Und wenn ich gerade der Meinung bin ich habe eine Antwort auf eine Frage wirft der nächste Gedankengang alles wieder durcheinander. Wann ist der richtige Zeitpunkt aufzugeben und wann sollte man etwas riskieren? Und wie viel ist „etwas“?  

Ich bin ein unglaublich emotionaler Mensch, wenn ich liebe, dann liebe ich richtig. 110%. Keine halben Sachen. Entweder ich habe gar keine Gefühle oder alles auf einmal. Ein weiteres Problem ist das loslassen. Ich halte immer an allem fest, kann mich schlecht von Gewohntem trennen. Aus Angst, dass so etwas tolles nicht zweimal passieren kann. Aber liegt nicht in jedem Abschied auch immer etwas Hoffnung? Hoffnung auf etwas Neues, nein nicht etwas besseres sondern einfach was neues, was noch nie so da war, aber auf eine andere Art und Weise trotzdem einzigartig ist? Ich mag dieses Zitat sehr gern: „Don’t cry because it’s over, smile because it happened!“ Ziemlich wahr, aber leider erstmal kein Trost. Oder auch „everything happens for a reason“ – Mag wahr sein, aber diesen Grund finde ich irgendwie immer erst 17363 Jahre später. 

Liebeskummer ist etwas ganz fieses, dieses Gefühl in der Brust, als würde es einen zereissen. Ich muss ehrlich zugeben, es ist schon etwas länger her dass ich das so intensiv gefühlt habe wie letzte Woche. Gleichzeitig hatte ich eine Grippe. Dagegen gibt es Tabletten. Gegen Herzschmerz nicht. Man muss es ertragen, den Schmerz fühlen und einfach hoffen dass es mit der Zeit besser wird. Abwarten, ertragen und lernen damit umzugehen. Es wird nicht einfacher, man wird bloß stärker. Man lernt mit jedem Abschied, mit jeder Trennung und Tränen und Schmerz gehören dazu. Man kann nicht Lieben ohne verletzlich zu werden. Wenn man liebt, gibt man seine Gefühle in die Hände des anderen. Wird dieses Vertrauen erstmal missbraucht, ist es fast unmöglich das wieder herzustellen. Aber ist das ein Grund nicht mehr zu lieben? Klar, man wurde enttäuscht von einer Person von der man es niemals erwartet hätte, aber was kann jemand neues dafür? Nur weil Person A dir das Herz gebrochen hat, heißt es nicht dass Person B das auch tun wird. Warum entwickelt man Angst vor der Liebe? Angst vor dem, was einem eigentlich gut tut. Lieben hat manchmal auch was mit riskieren zu tun, aber wenn es einfach und berechenbar wäre wäre es auch langweilig. 

Auch ich wurde schon betrogen, hintergangen, belogen und verarscht, aber ich werde nie aufhören zu lieben. Man lernt dazu, man ist nicht mehr so leichtgläubig und auch misstrauisch. Aber man kann auch lernen einander zu vertrauen. Wenn man wirklich will. 

Was ich eigentlich sagen möchte weiß ich schon gar nicht mehr. Nachdem ich das jetzt alles niedergeschrieben habe ist mein Kopf mal wieder leer. Bin auch nicht schlauer als vorher und es tut immer noch weh. Aber ich glaube daran, dass Zeit alle Wunden heilt. So war es bis jetzt und so wird es auch dieses Mal sein. 

Jede noch so traurige Nacht, mit Tränen und Verzweiflung, hat irgendwann ein Ende und nach jedem Tief kommt ein Hoch. Mal dauert es länger, mal ist es kürzer. Das beste ist immernoch nichts zu unterdrücken, alles rauszulassen, sich auszuheulen, auszusprechen und niemals niemals niemals aufzugeben! 

Ein ganz großes Dankeschön geht an die besten Freunde der Welt, die sich mein Geheule, meine Zweifel und Ängst immer wieder anhören, egal wie dumm die Situationen manchmal sind und in den letzten Monaten bin ich einigen von euch sicher ziemlich auf die Nerven gegangen. Ich bin so froh, dass ich in schweren Zeiten Menschen an meiner Seite habe die mir helfen auch diese zu überstehen. Freunde, die nachts zu mir kommen um mich zu trösten, nur damit ich nicht alleine schlafen muss und Freunde, denen ich nachts um 4 Sprachnachrichten schicke und direkt eine Antwort bekomme. DANKE DANKE ️DANKE   ❤️ 

FALL DOWN SEVEN TIMES STAND UP EIGHT 



10 Gedanken zu “Head vs. Heart

  1. Jasmina schreibt:

    Du hättest es nicht besser sagen können! Mache gerade das gleiche durch und weiß genau, wie du dich fühlst. Aber es ist irgendwie tröstlich zu wissen, dass man mit dem riesengroßen Mist, den man vor sich hast nicht alleine auf der Welt ist.. und wie du schon gesagt hast.. alles passiert aus einem Grund, den wir jedoch erst später erkennen. Und bis dahin haben wir tolle Menschen um uns, die uns helfen die Zeit zu überstehen! Und du bist so ein tolles hübsches Mädchen und du wirst jemanden finden, der genau dich gesucht hat 🙂 also Kopf hoch und weiter geht’s! Und denk immer dran.. es gibt noch viel schlimmere Dinge auf dieser Welt, für die es sich lohnt so unendlich traurig zu sein! Ich hoffe es wird bald besser! Liebe Grüße. ☺

  2. Hanna Sophie Mersch schreibt:

    Toller Blogpost! Ich kann dir sagen genauso fühle ich mich gerade auch.. Ich suche verzweifelt nach Antworten nach Gründen des Scheiterns. Was zurück bleibt ist der Schmerz. Mein Zitat gerade lautet so: It’s time to start something new and trust the magic of beginnings. Ich weiß das ganze Gerede hilft nicht, aber wie du sagst die Zeit heilt alle wunden und in einem halben Jahr wird es sicherlich schon wieder anders aussehen. Ich verfolge dich auf Instagram schon fast von Anfang an und du bist einfach klasse, mach weiter so meine Liebe 🙂

  3. Franzi schreibt:

    Danke für diesen Post!
    Er zeigt mir das ich nicht die einzige bin, die sich solche Gedanken macht.
    Immer wieder verfalle ich in solche Gedanken obwohl doch eigentlich die Zeit alle Wunden heilen soll. Es ist alles „ewig“ her aber manchmal braucht es nur ein Lied, eine bestimmtes Gericht, ein Geruch oder oder oder.. und ich verfalle wieder in diese Gedanken.
    Jemand neuem genug Vertrauen zu schenken das finde ich besonders schwer. Klar es ist eine komplette andere Person aber die Angst das ich das selbe nochmal durchmachen muss ist da und überschattet irgendwie alles.
    Trost schenkt mir das es anderen auch so geht. Das zeigt mir das ich doch „normal“ bin..
    Danke das du so ehrlich über deine Gefühle und Gedanken geschrieben hast!

  4. janiinal schreibt:

    Wow, du beschreibst perfekt meine Situation!
    Dieses Hin und her geht bei mir seit Ewigkeiten – und loslassen gelingt irgendwie nicht.
    Es tut gut zu wissen das man nicht allein mit seinen Gefühlen ist.
    Aber egal wie schwer das gerade ist, irgendwann wird alles gut werden, da bin ich mir sicher!
    Bleib stark – beim achten Mal bleiben wir dann stehen ❤

  5. misshaubinger schreibt:

    Ein sehr schöner, bewegender Text – ich wünsche dir, dass der Herzschmerz bald vorbei ist!!! Jeder kennt die gut gemeinten Ratschläge (deshalb halte ich mich jetzt damit zurück) – aber trotzdem: Kopf hoch. Ein unglaublich tolles Tattoo hast du übrigens. Alles Liebe, Anja

  6. caro schreibt:

    Mir geht es gerade seit einer Woche genau so! Danke für diesen Post und das Gefühl nicht alleine diese Gedanken zu haben.. Liebe ist so etwas schwieriges 😦

  7. Nicole H. schreibt:

    Ich denke, dass jedes Mädchen dieses Gefühl kennt, wenn die Welt zerspringt und man in den Glassplittern steht. Es macht eine lange Zeit den Eindruck, dass man sich nicht aus diesem Splitterkreis befreien kann. Jeder Schritt nach vorne schmerzt und man leidet noch mehr… Aber irgendwann kommt der Zeitpunkt, dass man über den Rand blicken kann und erkennt, dass ein großer, weiter und kraftvoller Sprung notwendig ist, um diesen Kreis zu verlassen. Du hast Freunde, und wenn du soweit bist, werden sie dir dabei helfen dich abzustoßen und sicheren Fuß außerhalb dieses Kreises zu fassen. Du wirst es schaffen und an diesen Erfahrungen wachsen. Nimm alles mit, dadurch wirst du stark!

    Ich glaube an dich 🙂

  8. fitvegansusigirl schreibt:

    Liebe Melina, du hast so recht und das ist so schön geschrieben. Ich bin ja nun schon ein paar Jährchen älter und habe auch schon einiges erlebt. Ich fühlte auch bereits einmal wie mein Herz gebrochen ist. Und ich meine diesen echten Schmerz im Herzen! Keine Luft mehr zu bekommen und das Gefühl, es sei etwas in dir kaputt gegangen.
    Blicke in die Zukunft! Irgendwann kommt etwas Neues, etwas noch viel Aufregenderes, etwas, dass dein Leben verändert und du nie wieder her gibst. Es passiert manchmal ganz plötzlich und wird dann nie wieder gehen.
    Fühl dich gedrückt!

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